Unit-Dose-Versorgung – sichere Arzneimittelversorgung am HBK

Das HBK setzt auf eine innovative, patientenindividuelle Arzneimittelversorgung. Mit einem modernen Ringverblisterungssystem werden Medikamente einzeln verpackt, eindeutig gekennzeichnet und für den jeweiligen Einnahmezeitpunkt vorbereitet. Das unterstützt eine sichere und nachvollziehbare Medikamentengabe und entlastet die Pflege im Klinikalltag. Seit Dezember 2025 setzt das HBK als erste Klinik in Deutschland diese Technologie ein. Das System verbindet moderne Automatisierung mit der pharmazeutischen Expertise unserer Krankenhausapotheke – zum Vorteil unserer Patienten und der an ihrer Versorgung beteiligten Berufsgruppen.
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Die Apotheker prüfen die ärztlichen Medikationsverordnungen sorgfältig. Dabei werden unter anderem mögliche Wechselwirkungen, Überdosierungen und doppelte Verordnungen berücksichtigt.
2. Automatisierte Einzelverpackung
Der Unit-Dose-Automat verpackt die vorgesehenen Medikamente einzeln in beschriftete Beutel. Dabei können neben Tabletten auch weitere Darreichungsformen wie Ampullen, Beutel und kleinere Durchstechflaschen berücksichtigt werden.
3. Zusammenstellung auf dem Ring
Die einzelnen Medikamentenbeutel werden auf einem Ring zusammengeführt. Die patientenbezogene Kennzeichnung unterstützt die eindeutige Zuordnung der vorbereiteten Medikation.
4. Bereitstellung auf der Station
Die vorbereitete Medikation wird für die Versorgung auf der jeweiligen Station bereitgestellt. Pflegepersonal und Krankenhausapotheke arbeiten zusammen, damit die verordnete Medikation korrekt und zum vorgesehenen Zeitpunkt verabreicht werden kann.
Die eindeutige Kennzeichnung und patientenindividuelle Zusammenstellung unterstützen die korrekte Zuordnung von Medikament, Dosierung und Einnahmezeitpunkt. Das kann Verwechslungen und Dosierungsfehlern entgegenwirken.
Individuell abgestimmte Medikation
Die Arzneimittel werden auf Grundlage der jeweiligen Verordnungen für den einzelnen Patienten vorbereitet. Änderungen der Therapie können bei der weiteren Bereitstellung berücksichtigt werden.
Pharmazeutische Kontrolle
Apotheker prüfen die Medikationsverordnungen. Zusätzliche Kontrollen und standardisierte Abläufe unterstützen die Qualität der Arzneimittelversorgung.
Mehr Transparenz
Die eindeutige Beschriftung macht sichtbar, welches Medikament in welcher Dosierung und zu welchem Zeitpunkt vorgesehen ist. Das erleichtert die Orientierung im Medikationsprozess.
Mehr Zeit für die Patientenversorgung
Automatisierte Abläufe verringern den manuellen Aufwand bei der Vorbereitung der Medikation. Das kann Pflegekräfte entlasten und Freiräume für die direkte Betreuung der Patienten schaffen.
Das Besondere: Das HBK ist die erste Klinik in Deutschland, die diese Technologie einsetzt.
Ein wichtiger Vorteil ist die Vielfalt der verarbeitbaren Darreichungsformen. Neben herkömmlichen Tabletten können auch Ampullen, Beutel, Vials und kleinere Durchstechflaschen patientenindividuell verpackt und für die Versorgung auf den Stationen bereitgestellt werden. Damit erweitert das System die Möglichkeiten der automatisierten Arzneimittelversorgung. Die eindeutige Kennzeichnung der einzelnen Medikamentenportionen unterstützt eine sichere Zuordnung und die Nachvollziehbarkeit im Medikationsprozess. Die Technologie ist Teil eines umfassenden Versorgungskonzepts, in dem pharmazeutische Prüfung, automatisierte Bereitstellung und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhausapotheke, Ärzteschaft und Pflege ineinandergreifen. Ein weiterer Vorteil ist die deutliche Reduktion von Medikationsverwürfen beim Arzneimittelstellprozess.
Pharmazeutische Expertise trifft auf moderne Automatisierung
Technik allein macht noch keine sichere Arzneimittelversorgung. Am HBK werden die automatisierten Prozesse durch die pharmazeutische Expertise unserer Krankenhausapotheke ergänzt. Die einzelnen Klinikbereiche werden durch Stationsteams aus Apothekern, pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und Pflegeassistenz (PAS) pharmazeutisch betreut. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es, die Arzneimittelversorgung an den Bedarf der Patienten und die Abläufe auf den Stationen anzupassen. Dadurch erreichen wir einen hohen Standard bei der Arzneimitteltherapiesicherheit.
Zu den Besuchern zählen Krankenhäuser aus verschiedenen Regionen Deutschlands sowie Einrichtungen aus der Schweiz. Im Mittelpunkt stehen der fachliche Austausch, Einblicke in die automatisierte Medikamentenbereitstellung und die Frage, wie moderne Technologien die Arzneimittelversorgung im Klinikalltag unterstützen können.
Auch der pharmazeutische Nachwuchs erhält bei uns Einblicke in die Praxis: Bei einer Exkursion lernten beispielsweise angehende pharmazeutisch-technische Assistenten die vielfältigen Aufgaben der Krankenhausapotheke kennen und konnten die Unit-Dose-Versorgung direkt vor Ort erleben.
Wir freuen uns über das große Interesse und den Austausch mit anderen Einrichtungen und der nächsten Generation pharmazeutischer Fachkräfte.
Interesse an einem Referenzbesuch?
Sie möchten sich mit Ihrer Klinik über die Unit-Dose-Versorgung austauschen oder unser Ringverblisterungssystem vor Ort kennenlernen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme. Wenden Sie sich an unsere Krankenhausapotheke >, um einen möglichen Referenzbesuch und die fachlichen Schwerpunkte abzustimmen.
Unit Dose bezeichnet die patientenindividuelle Bereitstellung einzeln verpackter Medikamentenportionen. Jede Portion ist für einen bestimmten Einnahmezeitpunkt vorgesehen und entsprechend gekennzeichnet.
Welche Vorteile hat die Unit-Dose-Versorgung für Patienten?
Sie unterstützt eine sichere Zuordnung von Medikament, Dosierung, Patient und Einnahmezeitpunkt. Durch standardisierte Abläufe und pharmazeutische Kontrollen können Risiken wie Verwechslungen, Doppelverordnungen und Dosierungsfehler reduziert werden.
Wie werden die Medikamente bei Unit Dose verpackt?
Beim HBK verpackt ein automatisiertes Ringverblisterungssystem die vorgesehenen Medikamente einzeln in gekennzeichnete Beutel. Diese werden anschließend auf einem Ring zusammengeführt und für die Versorgung auf den Stationen bereitgestellt.
Was ist das Besondere am Unit-Dose-System des HBK?
Das HBK setzt als erste Klinik in Deutschland das hier eingesetzte Ringverblisterungssystem dieser Technologie ein. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, neben Tabletten auch verschiedene weitere Darreichungsformen patientenindividuell bereitzustellen.
Was bedeutet Closed Loop Medication Management (CLMM) im Krankenhaus?
Es beschreibt einen in sich geschlossenen Medikationsmanagementprozess für den stationären Bereich, der die wirksame und sichere Arzneimitteltherapie aller Patienten im Krankenhaus verfolgt. Für alle Berufsgruppen, die am Medikationsprozess beteiligt sind, sollen die Informationen und Ergebnisse einzelner Schritte in diesem Prozess jederzeit verfügbar und nachvollziehbar sein. Voraussetzung für einen geschlossenen Medikationsprozess ist die digitale Abbildung in einem einheitlichen System, das in die elektronische Patientenakte integriert ist. Die Unit-Dose-Versorgung ermöglicht den scannergestützten Abgleich der Medikation mit der aktuellen Verordnung und bietet somit einen weiteren technischen Sicherheitsaspekt. Vor der Gabe wird das Patientenetikett gescannt und mit der aktuellen Verordnung abgeglichen. Abweichungen werden dem Fachpersonal sofort angezeigt.
Können andere Kliniken das System am HBK besichtigen?
Ja. Das HBK begrüßt regelmäßig Fachkollegen aus anderen Kliniken, die sich über die Technologie und die praktische Umsetzung der Unit-Dose-Versorgung informieren möchten. Interessierte Einrichtungen können Kontakt mit der Krankenhausapotheke aufnehmen.
An wen kann ich mich bei Fragen zu meinen Medikamenten wenden?
Während Ihres Aufenthalts hilft Ihnen das Pflegepersonal bei Fragen zur Medikation weiter und stellt bei Bedarf den Kontakt zur Krankenhausapotheke her. Das pharmazeutische Team unterstützt bei Fragen zur Arzneimittelversorgung und beantwortet Ihre Anliegen (Kontakt >).