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Premiere in der Kardiologie
30.03.2026HBK Zwickau setzt als erste Klinik in Sachsen das hochmoderne Affera-Ablationssystem ein.
Das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau setzt neue Maßstäbe in der modernen Herzmedizin: In der vergangenen Woche kam in unserem Herzkatheterlabor (Klinik für Innere Medizin I – Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) erstmals in Sachsen das hochmoderne Affera-Ablationssystem der Firma Medtronic zum Einsatz. Deutschlandweit gibt es derzeit nur sehr wenige dieser innovativen Systeme. Wir freuen uns sehr, dass wir diese zukunftsweisende Technologie nun auch unseren Patienten in der Region anbieten können.
Bereits am ersten Einsatztag konnten zwei Patientinnen mit unterschiedlichen Formen von Vorhofflimmern – sowohl persistierend (andauernd) als auch paroxysmal (anfallsartig) – erfolgreich behandelt werden. Die Eingriffe führten der Leitende Oberarzt Marc Schönweiß und die Oberärztin MUDr. Lucia Schmid von der Klinik für Innere Medizin I gemeinsam durch.
Ein besonderer Vorteil des neuen Affera-Systems liegt in der Kombination zweier innovativer Ablationsverfahren. Dabei werden die Bereiche im Herzen, die die Herzrhythmusstörung verursachen, gezielt behandelt. Vereint werden dabei die Behandlungsmethoden Pulsed-Field-Ablation (PFA), ein nicht-thermisches Verfahren, bei dem kurze elektrische Impulse mit hoher Energie zum Einsatz kommen, und die Radiofrequenzablation (RFA), bei der durch Radiofrequenzstrom im Gewebe gezielt Hitzenekrosen induziert werden. Beide Methoden können innerhalb einer einzigen Sitzung und mit demselben Katheter angewendet werden.
Ein integriertes, magnetisches 3D-Mapping-System sorgt darüber hinaus für höchste Präzision während des Eingriffs. Die exakte Position des Katheters im Herzen kann sehr genau reproduziert werden. Für Patienten und das medizinische Personal bedeutet diese Navigationstechnik eine Reduzierung der Strahlenbelastung, da die notwendige Röntgendurchleuchtung erheblich verringert wird.
Mit der Einführung des Affera-Ablationssystems unterstreicht das HBK seinen Anspruch, eine medizinische Versorgung auf höchstem wissenschaftlichen und technologischen Niveau anzubieten. Innovative Verfahren wie dieses tragen dazu bei, die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern und gleichzeitig die Belastung für die Patienten zu minimieren.
Wir sind stolz und gratulieren allen Beteiligten herzlich. Unser besonderer Dank gilt dem gesamten Team des Elektrophysiologischen Labors (EPU-Labor), das mit großem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz zum erfolgreichen Einsatz dieser neuen Technologie beigetragen hat.